
Die Luftangriffe im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg haben bis heute einen bedeutenden Platz im Gedächtnis vieler Zeitzeugen. Die Erinnerung an die umfassende Bombardierung Oberhausens prägt bis heute das Gedächtnis einer ganzen Generation, und so erinnern sich auch heute noch viele Oberhausener an die alliierten Luftangriffe auf das Ruhrgebiet und den Bau von Schutzplätzen unterschiedlicher Art.
Eben diese Erinnerungen an die Kriegszeit in Oberhausen standen im Mittelpunkt des Bunkermuseum-Projektes „Erlebte Geschichte – Erlebnis Geschichte“. SchülerInnen der Gesamtschule Osterfeld befassten sich mehrere Wochen lang mit der Erinnerungsgeschichte an den Zweiten Weltkrieg und interviewten Zeitzeugen aus Oberhausen und Umgebung. Die Gespräche ermöglichten den Jugendlichen einen neuen, individuellen, Zugang zum Thema „Nationalsozialismus“, fern ab von jeden Geschichtsbüchern. Geschichte wurde greifbar und vor Ort erfahrbar. Doch auch Probleme zeigten sich schnell: das was erinnert wird, ist immer subjektiv und damit nicht selten lückenhaft und flüchtig. Die Erinnerungen der Zeitzeugen wichen voneinander ab und warfen neue Fragen auf, die vielfach nicht beantwortet werden können.
Die Informationsflyer zu einzelnen Zeitzeugen und ihren Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg sind das Ergebnis einer intensiven Arbeit mit den am Projekt beteiligten Jugendlichen. Jede dieser zusammengestellten Kurzbiografien offenbart ein individuelles Kriegsschicksal und einzigartige Erlebnisse. Genau so sollten die Biografien auch verstanden werden: als subjektive Erinnerungen an eine Zeit, deren Erlebnisse bis heute Einfluss auf das Gedächtnis haben.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit Katrin Dönges
Flyer-Layout: Jürgen Schnug